Der Schellenbaum des Südlichen Schützenbundes

Der Schellenbaum Wahrscheinlich aus dem Fernen Osten stammend, gelangte der Schellenbaum Anfang des 18. Jahrhunderts über die türkische Janitscharenmusik in die europäische Militärmusik. Diese ungewöhnliche Musik der Janitscharen (Soldaten einer Kerntruppe des osmanischen Sultans im 14.-17.Jh.), die auch Eingang in die europäische Kunstmusik fand, hinterließ sogar Spuren in den Werken Mozarts. Der Schellenbaum selbst verlor aber schon wieder in der Mitte des19. Jahrhunderts seine musikalische Bedeutung als Taktbestimmer für die Blasinstrumente. Heute erfüllt er bei Musikkapellen eine repräsentative Funktion. Er ist die Standarte und ein Schmuckstück eines jeden Musikerkorps. Bei Festumzügen marschiert der Schellenbaumträger – er ist kein Musiker – links neben dem Kapellmeister des Blasorchesters.

V. l. n. r. : Ltn. M. Schüngel, Ltn. R. Bode
Details