Die Geschichte der Schießsportabteilung

1948 wurde das Verbot der Besatzungsmächte, Schützenfeste zu feiern, aufgehoben. Das Schießen mit scharfen Waffen wurde auch wieder erlaubt. Schon bald zeigte sich bei einigen Schützenbrüdern ein Interesse, den Schießsport wieder auszuüben. Zu ihnen zählten Fritz Kleine, Paul Wittkemper, Paul Schulte, Bernhard Glennemeier u. a. Weitere junge Schützenbrüder kamen hinzu. Diese Gruppe von Schützen führte zur damaligen Zeit ein Eigenleben ohne organisatorische Einbindung in den Südlichen Schützenbund. Die ersten Schritte, den Schießsport in einen geordneten Ablauf hineinzubringen, erfolgten im Jahr 1955/56. Fritz Kleine übernahm diese Aufgabe. Unter einfachsten Bedingungen wurde zunächst mit dem Luftgewehr in der Gaststätte „Zum weißen Hirsch“ trainiert. Die ersten Luftgewehr-Rundenwettkämpfe wurden auf Kreisebene ausgetragen.
Ende der sechziger Jahre übernahm Hans Caase die Führung der Sportschützen. Sein Nachfolger wurde Otto Müller. Die Sportschützen wurden Mitglied im Westfälischen Schützenbund und im Landessportbund. Fördergelder konnten nun beantragt werden. Durch diese Mitgliedschaften konnte auch an Meisterschaften auf Bezirks- und Landesebene teilgenommen werden. Die große Anzahl der neu hinzugekommenen Mitglieder ließ damals den Wunsch entstehen, eine eigene Schießhalle zu bauen. Das Vorhaben wurde in eigener Regie und mit eigenen finanziellen Mitteln unter der Leitung von Hauptmann Otto Müller durchgeführt. Die Schießhalle wurde am 9. Juni 1974 ihrer offiziellen Bestimmung übergeben. Derzeit hat die Schießsportabteilung mehr als 140 aktive und passive Mitglieder.


Otto Müller unter seiner Leitung
wurde die Schießhalle erbaut.

Aufgaben der Schießsportabteilung

Zum Schützenfest bereitet die Abteilung das Vogelschießen vor und ist für den störungsfreien Ablauf verantwortlich. Im Januar eines jeden Jahres organisiert die Schießsportabteilung das mit großer Spannung erwartete Bataillonspokalschießen.

 

Das Bataillonsschießen
Der Wanderpokal

Wird der Wanderpokal von einer Kompaniemannschaft dreimal in Folge oder fünfmal insgesamt gewonnen, so wechselt er in den endgültigen Besitz dieser Kompanie. Wanderpokale, die in den dauerhaften Besitz einer Kompanie übergingen:

Pokale wurden gestiftet von Gewinner der Pokale
König Heinz Jathe -1967 3. Kompanie -1973
Königspaar Heinz und
Gisela Jürgens -1987
3. Kompanie -2000
Königspaar Wolfgang und
Rosi Spiekermann -2001
3. Kompanie -2003
1. Kompanie -1982 4. Kompanie -1986
Josef Keitling -1974
1. Kompanie -1981
Gestiftet wurden die Wanderpokale von Freunden und Gönnern der Schießsportabteilung. Ab 1986 wurde es zum Brauch, dass das letzte Königspaar der Kompanie, die den Wanderpokal dauerhaft in ihren Besitz übernahm, einen neuen Pokal stiftet.

Die Vorgaben für das Bataillonsschießen

Stehend aufgelegt geben die Schützen in drei Durchgängen jeweils 40 Schuss auf die 10 Meter entfernte Scheibe ab. Die Scheibe hat 10 Ringe. Insgesamt sind somit 1200 Ringe erreichbar.
Ergebnisse beim Bataillonspokalschießen des Südlichen Schützenbundes
Jahr Gewinner Ringe Jahr Gewinner Ringe
1967 3. Kompanie 1987 4. Kompanie
1968 3. Kompanie 1988 1. Kompanie 1117
1969 4. Kompanie 1989 4. Kompanie 1100
1970 3. Kompanie 1990 3. Kompanie 1090
1971 4. Kompanie 1991 1. Kompanie 1099
1972 3. Kompanie 1992 1. Kompanie 1097
1973 3. Kompanie 1993 3. Kompanie 1101
1974 3. Kompanie 1994 1. Kompanie 1100
1975 4. Kompanie 1995 2. Kompanie 1088
1976 3. Kompanie 1996 3. Kompanie 1135
1977 1. Kompanie 1997 2. Kompanie 1138
1978 3. Kompanie 1998 3. Kompanie 1139
1979 1. Kompanie 1999 2. Kompanie 1140
1980 1. Kompanie 2000 3. Kompanie 1154
1981 1. Kompanie 2001 3. Kompanie 1141
1982 2. Kompanie 2002 3. Kompanie 1119
1983 3. Kompanie 1116 2003 3. Kompanie 1149
1984 4. Kompanie 1102 2004 1. Kompanie 1132
1985 4. Kompanie 2005 1. Kompanie 1128
1986 4. Kompanie

Die Aufschreibungen zu den fehlenden Ringzahlen sind bei einem Brand im Jahr 1993 unwiederbringlich verloren gegangen.

Das Ziel der Schießsportabteilung
Das erklärte Ziel der Schießsportabteilung ist die Förderung des Schießsportes und die Pflege der Gemeinschaft. In der Schießhalle treffen sich Alt und Jung, um gemeinsam den Schießsport mit Luftdruckwaffen, wie Luftgewehr und Luftpistole, auszuüben. Hobbyschießgruppen aus allen Kompanien ergänzen die Gemeinschaft der Sportschützen/-innen. Dennoch, ohne eine Koordinierung der Abläufe innerhalb der Schießsportabteilung ist ein Vereinsleben nicht möglich. Unter der Leitung des 1. Vorsitzenden der Schießsportabteilung, Hauptmann Peter Weerts, und den weiteren Mitgliedern des Vorstandes hat sich die Schießsportabteilung in den letzten Jahren zu einer anerkannten Organisation innerhalb des Südlichen Schützenbundes entwickelt.

Der Vorstand der Schießsportabteilung im Jahr 2005

(V. l. n. r. ) Peter Weerts, Barbara Dietz, Heinz-Jürgen Kaltschmidt, Ulrike Brand, Herbert Hölscher, Carsten Wolter,
Birgit Hölscher, Franz-Josef Ricks

 

Das Scheibenkönigsschießen
Alljährlich führt die Schießabteilung ein Scheibenkönigsschießen durch. Dem besten Schützen wird zur Anerkennung seiner Schießleistung während des Schützenfestes im Rahmen der Jubilarehrung die Scheibenkönigskette überreicht. Ebenso ermitteln die jugendlichen Schützen einen Scheibenkönig. Auch diesem Sieger wird während der Jubilarehrung die Jugend-Scheibenkönigskette überreicht.

 

Scheibenkönig in der Schießsportabteilung
1981 Peter Weerts 1995 Günther Jathe
1982 Alfred Adam 1996 Klaus Krüger
1983 Wolfgang Kemmerling 1997 Martin Lausträter
1984 Alfred Adam 1998 Rainer Ruhose
1985 Jürgen Kemmerling 1999 Silvia Krüger
1986 Alfred Adam 2000 Klaus Schade
1987 Iris Weerts 2001 Michael Brand
1988 Achim Zimmermann 2002 Karin Schürmann
1989 Günther Küke 2003 Wolfgang Kemmerling
1990 Maria Rotter-Lohmann 2004 Iris Weerts
1991 Maria Rotter-Lohmann 2005 Peter Weerts
1992 Maria Rotter-Lohmann 2006 Jörg Casties
1993 Jürgen Kemmerling 2007 Jürgen Kemmerling
1994 Anita Schürmann

 

Der Ausbau der Schießhalle
Um den Anforderungen des modernen Schießsportes sowie dessen Regeln gerecht werden zu können, und um den talentierten Sportschützen/-innen ein optimales Trainingsumfeld zu bieten, wird die Schießsportabteilung in mehreren Baustufen einen neuen Schießstand mit 12 Bahnen bauen. Mit Fördergeld, durch den Verkauf von „Bausteinen“ und mit der Unterstützung durch Sponsoren sollen die Anbaumaßnahmen finanziert werden.

Die Jugend der Schießsportabteilung

 

Die Jugendförderung
Besonders liegt dem Abteilungsvorstand die Förderung der Jugend am Herzen. Unter der Leitung von Rudolf Rotter wurde 1972 die Jugendabteilung der Schießsportabteilung gegründet. Neben schießsportlichen Aktivitäten kommen auch Freizeitunternehmungen bei den Schülern und Jugendlichen sehr gut an. Es stehen ausgebildete Jugend- und Schießsportleiter zur Verfügung, die den Jugendlichen die Grundlagen des Schießsports vermitteln und die mit ihnen die erforderlichen Handfertigkeiten trainieren. Durch eine abwechselungsreiche Trainingsgestaltung durch die Übungsleiter wird das Interesse der Jugendlichen aufrechterhalten. Höhepunkte sind die in jedem Jahr ausgerichteten Vergleichswettkämpfe und Meisterschaften, sowie das alljährlich durchgeführte Wochenendbiwak.

 

Die Jugendscheibenkönige der Schießsportabteilung

1982 Uwe Pisarski 1995 Sascha Schneider
1983 Achim Kipper 1996 Daniel Walter
1984 Karin Pisarski 1997 Marc Lucke
1985 Karin Pisarski 1998 Ricarda Kemmerling
1986 Volker Laukötter 1999 Sven Loddenkemper
1987 Peter Stratmann 2000 Andre Kipper
1988 Karin Pisarski 2001 Florian Hingst
1989 Wolfgang Meyer 2002 Patrik Walter
1990 Dirk Walter 2003 Jan-Niklas Wolter
1991 Frederik Müller 2004 Chris Henneböhl
1992 Arthur Weets 2005 Katharina Just
1993 Frank Stratmann 2006 Kai Fritsch
1994 Gavin Stellmacher 2007 Patrick Wolter

 

Unsere holländischen Schießsportfreunde in Uden

Im November 1981 reisten einige Vorstandsmitglieder unseres Vereines nach Uden. Grund war der Aufruf unserer damaligen Bürgermeisterin Frau Dr. Barbara Christ, es der Lippestadt gleich zu tun und Partnerschaften auf Vereinsebene zu gründen. Wir wurden von den Mitgliedern des Schießsportklubs „SV Doelbewust Uden“ unter der Leitung von Piet Kerkhoff herzlichst empfangen. Nach kurzer Zeit war unverkennbar, dass Schießsportfreunde grenzenlos kooperieren können. Seit 1982 wird diese Freundschaft jeweils am ersten Wochenende im September wechselseitig in Uden oder Lippstadt auf sportlicher und gesellschaftlicher Basis gepflegt. Mittlerweile haben sich auch private Freundschaften gebildet, die die weitere Existenz unserer Partnerschaft fördern und festigen werden.
Im Jahr 2002 bestand die Partnerschaft zwischen dem Schießsportklub „SV Doelbewust Uden“ und der Schießsportabteilung des Südlichen Schützenbundes 20 Jahre. Die Stadt Lippstadt hatte anlässlich dieses Jubiläums zu einem Empfang in das Rathaus eingeladen.

20 Jahre Partnerschaft mit dem Schießsportklub „SV Doelbewust Uden“ im Jahr 2002

V. l. n. r. : Liz Kirchhoff - Lippstadt, Gerda Kleinert - Lippstadt, Anny Wolwers - Uden, Maria Stellmacher - Lippstadt, Gerald Wolwers - 1. Vorsitzender „SV Doelbewust Uden“, Peter Weerts - 1. Vorsitzender der Schießsportabteilung des Südlichen Schützenbundes, Martin Schulz - stellv. Bürgermeister der Stadt Lippstadt, Petra Pott - Lippstadt
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